1999 habe ich meine erste große Fernreise nach China gemacht. Von dieser Reise war ich so begeistert, dass noch viele Reisen folgten. | ![]() |
Tunesien, Kanada-Alaska, Venezuela, Hawaii, Thailand, Vietnam, Kambodscha
Als Reiseneuling fühlte ich mich am sichersten in einer Touristengruppe mit Reiseleiter, der sich mit den landestypischen Gegebenheiten auskannte. Aber leider läuft man bei solchen Reisen immer dem Tourguide hinterher, der dir s e i n e interessanten Plätze zeigt. Mit Land und Leuten kommst du dabei nur sehr wenig in Berührung.
Daher fing ich an, kleine Radreisen zu organisieren, mit Zelt und Packtaschen machte ich 2-3wöchige Touren entlang vieler deutscher Flüsse (sehr romantisch und weniger anstrengend).
Die Donautour von Wien nach Budapest.
Die Rheintour von Mainz nach Rotterdam/Amsterdam.
Die Oder-Neißetour von Zittau nach Rügen.
Die Elbetour von Bad Schandau nach Cuxhaven.
Das liebliche Taubertal, die Maintour, durchs wunderschöne Altmühltal…..
Diese Radtouren waren herrlich, ich genoss die große Freiheit, Unabhängigkeit, den direkten Kontakt mit Natur und Menschen. Leider war ich zeitlich sehr eingeschränkt, musste ich doch mein Ziel in einem vorher genau bestimmten Zeitraum erreichen. Weder Witterungsverhältnisse noch Orte, an denen man gerne länger verweilt hätte, konnten und durften daran etwas ändern. So kam in mir langsam der große Traum auf, einmal ganz unabhängig von Zeit und Ziel einfach loszufahren und zu schauen, wohin und wieweit mich meine Waden tragen. Natürlich standen meine Verpflichtungen, die ich im Leben hatte, dagegen. 2008 fügte sich auf einmal alles von alleine: Meine Kinder waren erwachsen und brauchten mich nicht mehr, mein Job wurde aus dem Etat meiner Bank gestrichen und obendrein brach auch noch meine langjährige Beziehung auseinander. Für mich der Zeitpunkt, zu sagen: „Jetzt oder nie!!! Also stellte ich meine Ausrüstung für die große Tour zusammen, löste meine Wohnung auf und ging mit meinem Krümel auf eine Radtour, die mich bis zum Ende Europas und wieder zurück führen sollte. Diese Reise hat mir sehr viel gegeben: Nach 6 Monaten on Tour waren Seele und Körper gestärkt – nie zuvor habe ich mich so wohl in meiner Haut gefühlt. Ich bin endgültig infiziert, habe Mut und Lust auf neue Reisen. Aber welche Reise ist perfekt, wenn man sie nicht mit anderen teilen kann.
Daher – schaut doch mal rein: Nordkap – die Tour 2008

